Geschichte der Sprachheilschule VS

August 1973Sonderschullehrer Gerd Müller von der Bertholdschule Villingen und Leiter der Sprachheilberatungsstelle erhält den Auftrag zum Aufbau einer Sprachheilklasse
ab August 1974Beginn der Sprachheilschule in der Steppach-GS mit einer kombinierten 1./2. Klasse
August 1976 

Umzug in die vormalige Schule für Geistigbehinderte, eine Doppelhaushälfte (Wohnhaus) in der Hammerstattstr. 68 in Schwenningen mit völlig unzureichenden Unterrichtsräumen, dort zuletzt (Schuljahr 1981-82) 36 Schüler in vier Klassen. Planung eines Schulneubaus im Wohngebiet Steppach in Villingen. Im Schuljahr 1981-82 scheitert der Neubau an der Uneinigkeit der Schulträger Stadt VS und Schwarzwald-Baar-Kreis, die lange Planungszeit hat den veranschlagten Kostenrahmen übermäßig steigen lassen. Die bereits abgetragene Mutterbodenschicht auf dem vorgesehenen Baugrundstück neben der Steppachturnhalle wird wieder aufgefüllt.

August 1982

Umzug in die leerstehenden Pavillons der Hirschberg-GS. Das Schulprovisorium für die nach und nach auf die Belange der Schule veränderten Räume soll maximal 15 Jahre andauern.

Zunahme der Schülerzahl auf ca. 75 in 7-8 Klassen.

Nach und nach Ausbau der Frühförderung in Schwenningen, Villingen, Niedereschach, Königsfeld-Neuhausen, Königsfeld-Weiler, Vöhrenbach, Furtwangen, zusätzlich nach Bedarf in Kindergärten der Stadt VS

Juni 1986Gründung des Förderkreises für Sprachbehinderte
Dezember 1986Stelle für Konrektor wird eingerichtet (Hr.Westendorf)
August 1989zusätzlicher Schulraum in der Friedensschule wird der Sprachheilschule zugeteilt (1 Klassenzimmer, 1 Therapiezimmer, 1 Kellerraum)
Schuljahr 1990/91Teilnahme der SHS VS am Bergold-Beratungsmodell des Kultusministeriums
ab 1992Einführung der Mülltrennung in den Klassenzimmern
ab 1996Ausbildung von Sonderschullehreranwärtern vom Seminar Stegen im Haupt- und Nebenfach Sprachbehindertenpädagoggik
ca. 1997

Beginn der Kooperation mit Regelschulen, Entwicklung eines Konzepts zur Zusammenarbeit auf Anfrage der Schulen

Umstellung der Schülerbeförderung auf teilweise Teilnahme am ÖPNV
1998ehemaliges „Studio“ der JMS (Gebäude Hirschbergturnhalle) wird als Schulraum der SHS zugeteilt.
Juli 1999großes Schulfest zum 25. Schulgeburtstag mit Musiktheaterspiel „Traumfresserchen“ im Beethovenhaus
2001Gerhard Blessing SL wird Leiter der Sprachheilberatungsstelle an der Sprachheilschule (Übernahme des Amtes von G. Müller)
Juni 2002ein Hagelunwetter zerstört alle Dächer der drei Pavillongebäude, in den Sommerferien können sie gerade noch vor Unterrichtsbeginn erneuert werden.
Juli 2006Rektor Gerd Müller wird in den Ruhestand verabschiedet.
August 2006

Konrektor Joachim Westendorf wird zum Schulleiter bestellt

* Im Schuljahr 2006-07 besuchen 80 Kinder in 7 Klassen den Unterricht

* dazu wird der Sprachheilkindergarten der AWO mit 14,5 Stunden von 3 Lehrern der Sprachheilschule betreut,

* in den 4 Grundschulförderklassen der Stadt VS werden 8 Stunden sprachheilpädagogische Förderung erteilt

* zusätzlich werden an mehreren Schulen der Stadt und im Umland 21 Stunden Frühförderung erteilt.

* Neu: Kooperation mit der Villinger Musikakademie im Fach Rhythmik ab Oktober 2006
Mai 2007Helmut Raufelder als Konrektor bestellt.
Schuljahr 2007/08

Schülerzahl 83 in 7 Klassen, Räume bis zum Anschlag ausgenutzt.

Westendorf und Raufelder als Rektor/Konrektor ernannt.

September 2008Der Gemeinderat hat das Schulentwicklungskonzept der Stadt VS gutgeheißen: die Sprachheilschule soll ab Sept. 2009 im Gebäude Klosterringschule – im aufgelösten Hauptschulzweig – untergebracht werden. Durch die Wirtschaftskrise mit deutlich eingebrochenen Steuereinnahmen wird der Umzug verschoben.
Februar 2010Beginn der Umbauarbeiten am Schulhaus Klosterringschule
August 2010Umzug von Schwenningen nach Villingen
01.09.2010

Aufnahme des Schulbetriebs in der Klosterringschule mit geänderten Rahmenbedingungen:

Klassenstufen 1-2: Vormittagsunterricht von 08.30–12.45 Uhr

Klassenstufen 3-4: Vormittagsunterricht von 08.30-12.45 Uhr,

zusätzlich an 2 Tagen nachmittags bis 15.30 Uhr, Mensabetrieb außer Haus, 2 FSJ-Stellen für Schulwegbegleitung zum Bus-Bahnhof Villingen

16.10.2010Einweihungsfest
ab Februar 201125 ehrenamtliche Lesepaten betreuen einzelne Kinder regelmäßig.
ab 01.08.2011

Anerkennung als teilgebundene Ganztagesschule, jetzt zusätzlich 3. Nachmittag bis 15.30 Uhr für Klassen 3-4, Mensa in der Lehrküche,

1-/2- stündige AG-Angebote z.T. in Kooperation mit der Klosterring-GS: Karate/Budo, Chor, Bildende Kunst, Werken, Tanz, Ballspiel, Schreibmaschinenschrift, Kochen.

Einsatz von Pädagogischen Begleitern durch das Jugendamt.
ab Frühjahr 2012

4 Elternmentoren nehmen ihre Beratungstätigkeit auf, sie informieren künftige und andere ratsuchende (Sprachheilschul-) Eltern über die Arbeit in der Schule.

Die ehemaligen Schulpavillons in Schwenningen werden abgerissen.

29.06.2012Tag der offenen Tür im Rahmen der landesweiten „Woche der Sprachheilschulen“ mit Schulfest
Schuljahr 2014/15

77 Schüler in 7 Klassen, 16 Lehrkräfte mit Wochenstunden zwischen 6 und 26 LWST, Sonderpädagogischer Dienst in 4 Grundschulförderklassen und weiteren Schulen (auf Anfrage), Betreuung der beiden Gruppen im Schulkindergarten für Sprachbehinderte der AWO, Beratung und Frühförderung in verschiedenen Kindertageseinrichtungen in VS und im Bregtal, Kooperation mit der Musikakademie in Rhythmik Klasse 2, Kooperation in Unterrichtsprojekten mit der Klosterring-GS

In der Mensa werden 3x wöchentlich 27 Essen ausgegeben.

Zum Schulteam gemeinsam mit der Klosterringschule-GS gehören der Hausmeister, 4 Reinigungskräfte und 2 Sekretärinnen (in Teilzeit).

Zusätzlich zu mehreren Linienverbindungen im ÖPNV befördern 7 Taxi-/Kleinbusse die Schüler.

18.10.2014Schulfest zum 40jährigen Bestehen mit Einweihung des neuen Schullogos.
2015/16

Aufgrund der Neufassung des Schulgesetzes erhält die Schule eine geänderte Bezeichnung: Sprachheilschule SBBZ Villingen-Schwenningen: Sonderpädagogisches Bildungs- und Beratungszentrum mit dem Förderschwerpunkt Sprache.

Einweihung der gemeinsamen Beratungsstelle im Frühförderverbund von Carl Orff Schule, Christy-Brown-Schule und Sprachheilschule im Gebäude des Gesundheitsamtes Herdstr. 4 78050 VS-Villingen

2016/17

74 Schüler in 7 Klassen, 15 Lehrkräfte, Sonderpädagogischer Dienst in 4 Grundschulförderklassen und weiteren Schulen (auf Anfrage), Betreuung der beiden Gruppen im Schulkindergarten für Sprachbehinderte der AWO, Beratung und Frühförderung in verschiedenen Kindertageseinrichtungen in VS und im Bregtal, Kooperation in Unterrichtsprojekten mit der Klosterring-GS, 22 Lesepaten betreuen wöchentlich einzelne Kinder, 3 Jugendbegleiter leiten AG's und helfen beim Mittagessen, in der Mensa werden 3x wöchentlich 31 Essen ausgegeben, 8 Kinder nutzen das kostenpflichtige Angebot der Hausaufgabenbetreuung.

Zum Schulteam gemeinsam mit der Klosterring-GS gehören 2 Sekretärinnen (in Teilzeit), der Hausmeister und 4 Reinigungskräfte. Zusätzlich zu mehreren Linienverbindungen im ÖPNV befördern 8 Taxi- / Kleinbusse die Schüler innerhalb des Einzugsgebietes Schwarzwald-Baar-Kreis.

 

Und auch dieses fand statt:

  • Schulfeste zum Ende eines Schuljahres in den 80er-Jahren, meist an der Grillhütte Pfaffenweiler, später in Abständen 1999, 2003, 2006, 2007, 2010, 2012 zu besonderen Anlässen und/oder mit großen Theateraufführungen auf dem Schulgelände
  • Sportfeste mit Bundesjugendspielen auf dem Sportplatz an der Neckarturnhalle in der ersten Hälfte der 90er-Jahre, danach auf dem Sportplatz der Friedensschule
  • Ab Anfang der 90er-Jahre Schullandheimaufenthalte für Klassen 3 und 4, später auch teilweise für Klassen 1und 2
  • Ab 1986 regelmäßiges Mitwirken mit Schulbeiträgen bei „Begegnungen der Schulmusik“ im Schwarzwald-Baar-Kreis, auf der Insel Mainau, bei je einem Kooperationsprojekt mit der Hirschberg- und der Friedensschule
  • Teilnahme an den Kinderfasnetumzügen 2006, 2007, 2008, 2009, 2010 in Schwenningen, 2011 und 2013 in Villingen,
  • Jährlicher Wintersporttag im Eisstadion Schwenningen
  • Besuch von 3 kulturellen Veranstaltungen pro Schuljahr/Klasse: Jugendkonzert, Theater, Kino, Ausstellung, Lesetag, Freilichtmuseum Neuhausen o.E., etc.
  • Jährliche Kollegiumsausflüge, meist eine Wanderung mit anschließender Einkehr, gelegentlich mit Besichtigung einer kulturellen Einrichtung zur Planung weiterer Unterrichtsangebote

 

Schulgebäude der Sprachheilschule Villingen-Schwenningen

Provisorium I

Gast in der Steppachschule Villingen mit 1 KlZi und 1 ThZi für eine kombinierte 1./2. Klasse

Schuljahre 1974-76
Provisorium II

Doppelhaushälfte VS-Schwenningen, Hammerstattstr. 68

Sommer 1976 – Sommer 1982

Erdgeschoß: Küche als Klassenzimmer für 5 Schüler + 1 Lehrer

Wohnzimmer: 14 Erstklässler, Gartenzugang

Kinderzimmer: 8 Drittklässler

Obergeschoß: Schlafzimmer: 10 Zweitklässler

Kinderzimmer 2: Rektorat/Lehrerzimmer/Th-Zi

Bad: Bibliothek/Th-Zi

Dachgeschoß: Privatwohnung Fr. Schaßberger, L´in Carl-Orff-Schule, stellte regelmäßig ihr Wohnzimmer als Th-Zi zur Verfügung.

Nach Auszug aus dem Haus werden undichte Gasleitungen festgestellt.
Ein Schulneubau(?)

platzt endgültig im Frühling 1982, weil Stadt VS und Kreis Schw.-Baar sich nicht über die Kostenteilung einigen können.

Die am Bauplatz neben der Bertholdschule bereits abgetragene Mutterbodenschicht wird wieder aufgefüllt.
Provisorium III

für allerlängstens 15 Jahre projektiert ab Sommer 1982:

Einzug in die leerstehenden Pavillons der Hirschbergschule,

nach und nach Umbau für die Bedürfnisse der Schule,

ab 1988 zusätzlicher Schulraum in der Friedensschule,

ab 1998 zusätzlich Hirschbergstudio

Hagelunwetter Juni 2002, Zerstörung aller drei Pavillondächer,

Das Hagelunwetter vom 28.06.06 hinterlässt glücklicherweise nur geringe Schäden an den Pavillongebäuden.

In den Wintermonaten trotz aufmerksamer Wartung immer wieder Ausfall der Heizungsanlage in einzelnen Pavillons.

Fest für 25 Jahre Provisorium am 14.07.2007

Der Gemeinderat beschließt 2008 den Schulentwicklungsplan: Umzug in die Klosterringschule vorgesehen. Wegen der Wirtschaftskrise 2008-09 wird der Umzug nochmals verschoben.

August 2010: Auszug aus den maroden Pavillons.
Aktuelle Situation

September 2010 Einzug in das historische Schulgebäude von 1862 am Klosterring, das grundsaniert wurde:

7 Klassenzimmer mit Therapiezimmer, 1 Mehrzweckraum mit beweglicher Bühne, Vorbereitungsraum/Lehrmittelzimmer, neuer Brandschutz, abgehängte schallisolierende Decken, neue Fenster, Wandtafeln, Einbaumöbel, Lampen, IT-Anschlüsse, 1 Whiteboard, einheitliche PC-Ausstattung, Rektorat/Sekretariat/Lehrerzimmer im GS-Gebäudeteil. Mitbenutzung von Turnhalle, Gymnastikhalle, Musikraum, Werkraum, Mensa,

                          

zusätzlich möglich:

Kernzeitbetreuung von 07.30 – 08.30 Uhr und bis 13.00 Uhr gegen Gebühr,

Hausaufgabenbetreuung von 13-17 Uhr gegen Gebühr

Gebäude Klosterring

Geschichte des Hauses Klosterringschule in Villingen

1255

erster sicherer Beleg für Existenz eines Frauenklosters an der Stadtmauer, Vetternsammlung genannt (nach dem früheren Besitzer der Hauses). „Sammlung“ bedeutet, dass die Frauen nicht in Klausur lebten, sie konnten in der Stadt mit Erlaubnis Wallfahrten machen und Besuche empfangen
Im 14. Jh. Übernahme des Namens Dominikanerinnen, da sie von Rottweiler Dominikaner geistlich betreut wurden.
1606lebten insgesamt 8 Schwester incl. Priorin in der Sammlung.
1418neuer Altar, 1438 Glocke erwähnt, Altarpfründe, nur sonntags GD, wochentags mussten die Schwestern ins Münster
1286Bollwerk an der Stadtmauer erstmals erwähnt, 1633 teilzerstört (notdürftige Reparatur in Stich ersichtlich) 1709 Wiederaufbau
1452erhielt die Vetternsammlung das Recht auf den Brunnen von der Stadt Villingen, die Nachbarn durften ihr Wasser jedoch weiterhin dort holen. 1588 erhielt sie ihn geschenkt. Der Brunnen befindet im Parkplatzhof an der Südmauer.
1720‑22Bau der Kapelle mit 5/8 Schluss ‑ Rundbogenfenster an der Nordseite Die Küche im Kirchengebäude ist ein Raum mit vier Kreuzgratgewölben (kein Tonnengewölbe). In die Gewölbezone schneiden quer zur Achse des Hauptgewölbes verlaufende, im Zusammenhang mit den Fenstern stehende Stichkappen (also auch keine Quertonnen) ein.
1776(unter Kaiserin Maria Theresia) eröffnen die Dominikanerinnen eine Normalschule für Mädchen in einem Raum des Klosters, später auch noch in zwei Stuben in einem benachbarten Bürgerhaus.
1782befiehlt der Kaiser die Auflösung aller Klöster, die keinen Nutzen für die Allgemeinheit haben. Es kommt zur Zusammenlegung der Dominikanerinnen und Klarissen und der Umwandlung derselben in des Lehrinstitut St. Ursula. Ursulinen aus Freiburg bilden sie als Lehrfrauen aus, die dann die Villinger Mädchen unterrichten dürfen. Zu diesem Zeitpunkt wurden 3 Lehrfrauen benötigt. Die Schule kommt in die Räume von St. Ursula. Die Gebäude der Vettersammlung ‑ Kloster und Kirche ‑ kommen in städtischen und privaten Besitz, dienen als Kaserne, Lazarett, Lagerraum.
1806wird Villingen badisch. Die Großherzogin kommt jedes Jahr und besucht die Schule, sie hatte ein besonderes Auge auf die Bildung der Mädchen. Die Mädchen hatten wöchentlich 5 h Religion und 10 h Handarbeiten, außerdem lernten sie lesen, rechnen und schreiben. Infolge Bevölkerungswachstums Vergrößerung der Klassen sowie des Pensionats.
1836wurden die Mädchen von 6 Lehrfrauen unterrichtet. Außerdem gab es eine Sonntagsschule. Ab
1837wurden die Mädchen der oberen Klassen auch in Französisch unterrichtet. Die Schulbehörde beanstandet die Klassenräume. Dies führt
1855zum Ankauf des ehemaligen Klostergebäudes der Vettersammlung durch St. Ursula. Das Klostergebäude muss abgerissen werden. Erst nach viel Streit und Druck der Regierung übernimmt die Stadt den Neubau einer Schule an derselben Stelle:
1858-621859 stellte die Stadt den Bau wieder ein, erst erneuter Druck seitens der Regierung führte zur Fertigstellung. Der Schulbau orientiert sich noch nach innen (an den Türen erkennbar), nach außen hat er einen vorragenden Wehrturm als Treppenhaus.
1869Erwerb der als „Sammlungsscheuer" bezeichneten ehemaligen Kirche durch die Stadt, zum Umbau zur Schule.
1873Eröffnung der erweiterten Mädchenschule mit 6., 7. und 8. Schuljahr. Zw. 1894 und 1909 Einbau einer Küche im Kreuzgewölbe.
1903/04Anbau im Norden an das Schulhaus von 1862 und Verbindungsbau zwischen Kirche und Schulhaus (Architekt Naegele) ‑ Neuorientierung nach außen, sichtbar am Portal, das als erstes Villinger Haus von der äußeren Seite der Stadtmauer betreten werden kann.
1968/69wird aus der Mädchenschule eine gemischte Schule, im Rahmen der neuen Wohngebiete, die ihre eigenen Schulen erhalten. 1967 unterrichten noch 12 Klosterfrauen an der Schule, drei unterrichten an der Südstadtschule.
1989unterrichtet keine Schwester mehr als Lehrkraft, der Verbindungsgang zum Kloster bleibt abgeschlossen
2010Totalsanierung des Gebäudetraktes von 1862 für die Bedürfnisse der Sprachheilschule, die das Haus bezieht. Die übrigen Gebäudeteile der Grundschule sind dringend sanierungsbedürftig.

 

Schulgeschichte

Ab 1806engagiert sich die Großherzogin Sophie, wie auch die nachfolgenden sehr stark für die Schule und die Ausbildung der Mädchen. Jedes Jahr erfolgte eine Visitation und Überprüfung (immer sehr zufrieden). Die Klosterfrauen waren die einfachen Schwestern, die Lehrfrauen waren die Lehrerrinnen und durften wie bei der Prozession einen Schleier tragen.
1855zum Ankauf des ehemaligen Klostergebäudes der Vetternsammlung durch St. Ursula 1856 aus Privatbesitz. Die Stadt übernimmt nach vielem Streit und Druck der Regierung den Neubau einer Schule nach Abbruch des Klostergebäudes
1858,Architekt Teufel, Fertigstellung der Schule 1862. Die Orientierung des Baus erfolgte nach dem alten Gebäude des Klosters, zwei Portale ganz links und rechts, symmetrisch, Eingang zur Stadt gerichtet. Nach außen zur Stadtmauer ein vorragender „Wehrturm“ als Treppenhaus ohne Eingang.
1869erfolgte der Erwerb der als Sammlungsscheuer bezeichneten ehemaligen Kirche durch die Stadt zum Umbau zur Schule. Ab
1873erweiterte Mädchenschule für die begabteren Mädchen mit 6., 7. und 8. Schuljahr(drei Jahre mit Fremdsprache Französisch). Einbau einer Küche im Kreuzgratgewölbe wahrscheinlich 1894 und 1909.
1903/04Anbau im Norden an das Schulhaus von 1862 und Verbindungsbau zwischen Schule und Schulhaus, Architekt Nägele. Mit Anbau erfolgt eine Neuorientierung des Schulgebäudes Richtung Klosterring durch ein neues Portal. Wahrscheinlich auch aus dieser Zeit Überdachung des Ganges auf der Stadtmauer, damit die Lehrfrauen trockenen Fußes zum Unterricht kommen konnten.
1931Mädchenschule mit 20 Klosterfrauen.
1945Schulspeisung in der Küche nach dem 2. Weltkrieg.
1967Paula Straub Rektorin, noch 12 Klosterfrauen.
1968/69koedukative Schule (viele neue Schulhausbauten im ganzen Schulgebiet, die Buben und Mädchen ziehen von hier aus in die Südstadtschule, 3 Klosterfrauen werden dorthin abgeordnet.
1974Einweihung des Turnhallengebäudes mit Klassenzimmern und Technikraum.
1989wird die letzte Klosterfrau, die Superiorin Schwester Eva-Maria pensioniert.
1986-99Rektorin Evelin Thiel/Rupp,
1999-2011Rektorin Heidemarie Weißer.
2000bezieht die Stadtmusik die freigewordene Hausmeisterwohnung im OG der Turnhalle und richtet dort Unterrichtsräume ein.
2009Auflösung der Haupt- und Werkrealschule Ende des Schuljahres 2008/09, die verbleibenden Schüler werden auf die umliegenden Schulen verteilt, gleichzeitig Umbenennung in Grundschule mit Montessori-Zug.
2010Umbau und Totalrenovierung des Gebäudes von 1862, im September bezieht die Sprachheilschule die neuen Räume. Einrichtung einer Schulbushaltestelle in der Bärengasse.
2011Rektorin Ursula Sommer übernimmt kommissarisch die Schulleitung der Klosterringschule Die Sprachheilschule nimmt den Betrieb als gebundene Ganztagesschule (mit Mensa in der Schulküche) auf, dadurch besteht auch ein Mittagessenangebot für die Klosterringschüler mit Hausaufgabenbetreuung.
2012Rektorin Sommer wird Schulleiterin der GS. Die Schulleitungen melden erneut erheblichen Sanierungsbedarf für das Kirchengebäude und den Neubau beim Schulträger an. 
2014Die komplette Dachsanierung ist abgeschlossen. Der Neubau erhält neue Fenster. Das gemeinsame Schul-Logo beider Schulen wird am 18.10. an den Eingängen angebracht.
2016Die Turnhalle wird komplett saniert mit neuem Bodenbelag und neuen Wand-/ Bodengeräten ausgestattet. Der Gemeinderat beschließt, die Grundschule in eine Ganztagsschule umzuwandeln. Dafür sind erhebliche Umbauten im Bereich von Mensa und Betreuungsräumen vorgesehen. Der Hort aus der Johanna-Schwer-KiTa soll aufgelöst und in die Schule verlegt werden.